Gründonnerstag

8Was geschah eigentlich am Gründonnerstag?

Am Gründonnerstag feierte Jesus zusammen mit seinen 12 besten Freunden, den sogenannten Aposteln, das Abendmahl. Während des Essens brach er das Brot, um es mit seinen Aposteln zu teilen. Ebenso teilte er den Wein mit ihnen.
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Hier ist ein RÄTSEL für Gründonnerstag:
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Heute kannst du mit deiner Familie bewusst zu Abend essen, vielleicht so, wie Jesus es damals gemacht hat?

Jesus war Jude und feierte PESACH. Da wurden verschiedene Speisen serviert. Mein Vorschlag: lass uns doch gemeinsam ein kleines Pesachmahl halten! Dafür brauchst du (Hier kannst du dir die Datei auch als ganzes herunterladen: >> DATEI): 

PESACHTELLER in der Mitte des Tisches:
Schälchen mit Salzwasser, Mazzenbrot, Schälchen mit grünem Kraut (Kresse, Petersilie, Salat,…), Schälchen mit Bitterkräuter (Chicoree, Löwenzahnblätter), Schälchen mit Fruchtmus (aus Äpfel, Feigen, Datteln, Rosinen, Mandeln, Haselnüssen, mit Zimt abschmecken)
Einfaches Abendessen (ZB: Brot und Saft)
Kerze, Bibeltexte, Lieder
Schaf (Stofftier, Zeichnung,…)

Becher mit Rotwein oder rotem Saft

Herstellung Mazzen-Brot:
125g Mehl, 50ml Wasser in eine Schüssel geben und sorgfältig mit dem Holzlöffel verrühren. Teig 3–4 Minuten leicht kneten. Teig zu 4 kleine Kugeln formen und mit dem Nudelholz flach ausrollen. Teigfladen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit der Gabel mehrmals einstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C (Umluft 160 °C; Gas: Stufe 2–3) etwa 10–12 Minuten backen.

Herstellung Fruchtmus:
100g Äpfel, 50g Feigen, 50g Datteln, 50g Rosinen, 50g Mandeln, 50g Haselnüsse – alles reiben, miteinander verrühren, mit Zimt verfeinern.

BEREITSTELLEN:
Auf einen Tisch (Esstisch) in der Mitte eine Kerze aufstellen, den Pesachteller dazustellen.

Bibel
Wenn alles bereitgestellt ist und sich alle um die Mitte versammelt haben, wird die Kerze entzündet.

BEGINN:
Erwachsener:
„Am Gründonnerstag erinnern wir uns daran, wie Jesus gemeinsam mit seinen Freunden ein Festmahl gefeiert hat, obwohl er wusste, dass er bald an seine Feinde verraten werden würde und sterben sollte. Jesus und seine Freunde feierten damals ein Fest, wie es alle frommen Juden taten. Sie hörten bei diesem Fest die Geschichte vom Auszug aus Ägypten: Die Israeliten wohnten schon lange in Ägypten. Sie hatten unter der strengen Herrschaft eines neuen Königs zu leiden. Sie mussten schwer arbeiten und wurden misshandelt. Gott wollte das jüdische Volk befreien und forderte Mose auf, die Israeliten aus Ägypten herauszuführen. Vor dem Aufbruch sollten die Israeliten noch ein Lamm schlachten und ihre Türpfosten mit dem Blut des geschlachteten Lammes bestreichen, damit sie vor dem Zorn Gottes verschont blieben. Auf die Flucht konnten sie nur das Allernötigste mitnehmen, denn alles musste heimlich und schnell gehen.“

Bibelstelle lesen: Exodus 12, 1–14

Lied:
beimletztenabendmahle

 

Erwachsener: „In Erinnerung an diese Befreiung feiern die Juden auch heute noch das Pesachfest mit Speisen, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Lasst uns gemeinsam die unterschiedlichen Zutaten kosten und mehr zu ihrer Bedeutung erfahren:

  • Das Salzwasser erinnert an die Tränen, die in Ägypten geweint wurden.
  • Das grüne Kraut steht für die Früchte der Erde und die zum Leben notwendige Nahrung.
  • Die Bitterkräuter sind das Sinnbild für die Bitterkeit des Lebens im Land der Knechtschaft.
  • Das Fruchtmus (hebräisch: Charoset), ein ziegelfarbiger Brei aus Feigen, Datteln, Äpfeln und Rosinen erinnert an die Sklavenarbeit in Ägypten, an das Ziegelbrennen zum Bau der Prachtbauten der Ägypter.
  • Das ungesäuerte Brot (Mazze) ist die Wegzehrung für die Flucht aus Ägypten, ein Brot, das ohne Sauerteig auch in größter Eile gebacken werden kann.
  • Der rote Wein sieht aus wie Blut und ist somit Symbol des Lebens. Wein als Opfergabe darzubringen, bedeutet sinnbildlich sein Leben hinzugeben. Wein spendet Freude, Lebensfreude. Beim Pessach-Mahl soll der Wein an das Blut der Opfertiere erinnern, das bei der Feier des Bundesschlusses vom Sinai versprengt wurde mit den Worten: »Das ist das Blut des Bundes, den Gott mit euch geschlossen hat«. Die Einsetzungsworte Jesu bei der Abendmahlfeier nehmen darauf Bezug: »Das ist mein Blut«.
  • Das Lamm gilt als Opfertier. Um als Opfer für Gott in Betracht zu kommen, muss es fehlerlos sein als Zeichen der Unschuld, der Reinheit, der Sühne und Hingabe. Vor der Flucht aus Ägypten sollten die Juden ein einjähriges, fehlerloses Lamm schlachten und es noch in derselben Nacht essen.

Wenn alle in Ruhe probiert haben, werden die Reste auf die Seite gestellt und die Speisen für das einfache Mahl in die Mitte zu der brennenden Kerze geholt.

Erwachsener: Auch Jesus feierte mit seinen Freunden das Pesachmahl. Als alle am Tisch versammelt waren, sagte er: „Ich weiß, dass ich sterben werde. Einer von euch wird mich verraten. Aber diesen Abend möchte ich mit euch zusammen feiern.“ Und Jesus nahm den Becher mit Wein, der auf dem Tisch stand und sprach das Gebet, das der Hausherr beim Pesachmahl zu sprechen pflegte:
„Gepriesen seist du Gott, der du die Traube, die Frucht der Rebe geschaffen hast,
gepriesen seist du, der du uns liebst und uns dies schenkst.“
Und er gab den Becher dem Jünger, der an seiner rechten Seite saß. Der trank einen Schluck und gab den Becher seinem Nachbarn weiter und jeder trank ein wenig davon. Dann nahm Jesus eine Scheibe von den flachen Broten, die auf dem Tisch lagen, und sprach:
„Gepriesen seist du, Gott, der du das Brot aus der Erde hervorbringst.“
Und er brach das Brot in Stücke und sagte:
„Das bin ich. Wie dieses Brot gebrochen wird, so werde ich gebrochen, damit ihr das Leben habt.“
Er teilte die Stücke aus und sie aßen alle davon. Und er nahm noch einmal den Becher mit Wein und sagte:
„Das bin ich. Wie dieser Wein getrunken wird, so sterbe ich. Aber wie ihr alle von diesem Becher trinkt, so werdet ihr danach immer
zusammengehören als Kinder Gottes. Wenn ihr später miteinander Brot esst und Wein trinkt, dann denkt an mich und liebt einander,
wie ich euch liebe. Daran, dass ihr einander liebt, werden die Menschen merken, dass ihr zu mir gehört.“

Lied: Beim letzten Abendmahle, 2. und 3. Strophe.
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Erwachsener: Wenn wir jetzt miteinander essen, können wir uns daran erinnern, wie Jesus am letzten Abend mit seinen Freunden gegessen hat.
Bei vielen Mahlzeiten hat Jesus uns auf die Nähe Gottes aufmerksam gemacht. Und er hat uns auch zugesagt, dass er immer ganz nahe bei uns ist,
so auch jetzt, wenn wir zusammen sind und an ihn denken. Deshalb wollen wir vor dem Essen noch singen.

Lied: Wo zwei oder drei
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Nehmt euch nun Zeit zum einfachen Essen. Wenn alle mit dem Essen fertig sind, könnt ihr gemeinsam ein Danklied singen:
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Aber Jesus war besorgt – Er ahnte voraus, dass ihn jemand an die Stadtoberhäupter verraten würde. Er ahnte auch voraus, dass er dafür getötet würde, indem man ihn an ein Kreuz nagelt. Er sagte zu seinen Aposteln: „Einer von euch wird mich ausliefern, einer, der mit mir isst.“ Doch da wusste Jesus auch schon, dass er stärker sein würde als der Tod. Deshalb sagte er seinen Jüngern, dass er zurückkommen und in die Stadt Galiläa gehen würde. Alle Apostel schworen, dass sie Jesus nie verraten würden. Er ging mit ihnen zu seinem Lieblingsplatz auf den Ölberg und betete.
Aber dann passierte es: Judas, einer der Apostel Jesu, verriet ihn an die Stadtoberhäupter und zeigte ihnen, wo Jesus war. Als Lohn dafür bekam er Geld. Jesus wurde von Soldaten festgenommen.

Hier ein kleiner Film dazu: DIE GEFANGENNAHME JESU

 

 

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